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Kindergottesdienstseminar der Synode 2019

Am zweiten Wochenende im März fand das jährliche Seminar zur Kinderkircharbeit der Evangelischen Synode statt, dieses Jahr zum ersten Mal in Cambridge.

Insgesamt fanden sich 10 Mitarbeiterinnen aus allen Bereichen der Synode zusammen. Aus unserer Gemeinde waren wir zu viert mit dabei. Unser Seminar hatte das Thema “Bibelgeschichten lebendig erzählen”. Als Referent war wieder Dirk Schliephake aus Hildesheim angereist, Beauftragter für Kindergottesdienst der Ev.- luth. Landeskirche Hannovers. Wir haben uns sehr gefreut, dass er für uns zum zweiten Mal die Reise nach England gemacht hat.

Am Freitagabend trafen wir uns alle zum Abendessen im Gemeindehaus in Cambridge. Als erste Übung zum freien Erzählen sollten wir aus einem Anfangssatz einen spontanen Krimi entwickeln. Eine nach der anderen spannte den Erzählfaden weiter – es wurde ziemlich gruselig!  Am Samstag lernten wir verschiedene Methoden kennen, uns mit einem Bibeltext auseinander zu setzen. Mithilfe von “Story boards” und “Scripture windows” näherten wir uns verschiedenen biblischen Geschichten. Es wurde uns noch einmal bewusst, dass nur die persönliche intensive Auseinandersetzung mit dem Text dem Erzähler ermöglicht, eine Bibelgeschichte lebendig, anschaulich und frei zu erzählen. Nach der Andacht am Sonntagvormittag hatten wir dann die Gelegenheit, das Gelernte praktisch umzusetzen. Jede Teilnehmerin erzählte vor der Gruppe und frei die Bibelgeschichte, die sie zuvor erarbeitet hatte.

Es war schön, wieder die Gelegenheit zu haben, sich auszutauschen über die Herausforderungen im Kindergottesdienst und in den Gemeinden. Auch kam der persönliche Austausch und das gemeinsame Essen nicht zu kurz. So kehrten alle Teilnehmerinnen ausgestattet mit neuen Anregungen und Ideen in ihre Heimatgemeinden zurück.  Wir sind gespannt darauf, in der nächsten Zeit einige der Anregungen umzusetzen.

Es war sehr schön, dass wir als Gemeinde Gastgeber für das Seminar sein konnten. Das Gemeindehaus war das ganze Wochenende mit Leben gefüllt und alle Teilnehmer haben sich in unserem schönen Haus sehr wohlgefühlt. Es bietet die richtigen Räumlichkeiten für solch ein Seminar. Ohne die tatkräftige Unterstützung unserer Mitarbeiterinnen aus Cambridge wäre das Wochenende allerdings nicht möglich gewesen. So haben wir all die Mahlzeiten für das gesamte Wochenende selbst vorbereitet. Einige der Teilnehmerinnen waren privat untergekommen, die anderen waren in der Travelodge untergebracht.

Dankbar können wir hier in Cambridge sein über die Zahl der Kinder die zum Kindergottesdienst kommen, meist haben wir 10 oder mehr Kinder. Ein grosses Geschenk ist auch unser Kreis an engagierten Mitarbeiterinnen. Im Moment sind das Susanne Fischer-Kremer, Susanne Guly, Uta Hill, Anne Schütz und Jantje Technau. Über neue Gesichter freuen wir uns jederzeit!

Susanne Guly

Kirchentag in Dortmund

„Was für ein Vertrauen“ – das ist die Losung für den 37. Deutschen Evangelischen Kirchentag. Er ist vom 19.-23. Juni 2019 zu Gast in Dortmund. Ein Großereignis, das bestens geeignet ist, um für den eigenen Glauben aufzutanken und mit neuem Schwung ins Gemeindeleben zurückzukommen.

Fünf Tage lang kommen 100.000 Menschen nach Dortmund, um sich in Vorträgen, Konzerten, Gottesdiensten und anderen Veranstaltungen dem Thema „Vertrauen“ zu nähern. „‘Was für ein Vertrauen‘“ ist eine Losung, die Zuversicht und Ermutigung gibt ohne Fragen und Zweifel auszusparen. Staunend. Fröhlich. Widerständig.“ Davon ist die Generalsekretärin des Kirchentages Julia Helmke überzeugt.

„Diese Losung hat ein hohes aktuelles Potenzial“, meint Annette Kurschus, die leitende Geistliche der gastgebenden westfälischen Kirche.

„Die Losung (2. Könige 18,19, Anm. d. Red.) stammt aus einer eher unbekannten Geschichte im Alten Testament der Bibel. Es geht um Gottvertrauen. Darum, wie es zum Leben hilft. Wie es darüber hinaus Politik beeinflusst und gesellschaftliches Handeln.“

Kirchentagspräsident Hans Leyendecker sieht deshalb in der Losung eine Chance, der Vertrauenskrise in Politik, Kirche und Gesellschaft zu begegnen.

„Nur wer bereit ist, anderen zu vertrauen, kann auch Vertrauen bekommen. Die Losung ist also bestens geeignet, um darüber zu reden, in welcher Welt wir leben wollen und in welcher Welt nicht.“

Olaf Burghardt, Pfarrer für die Gemeinden in North und den East Midlands, kümmert sich darum, dass auch unsere Synode auf dem Kirchentag beteiligt ist. Er ermuntert herzlich, nach Dortmund zu reisen: „Auch die Synode der Deutschsprachigen Gemeinden in Großbritannien wird auf dem Markt der Möglichkeiten wieder mit einem Stand dabei sein. Wie jedes Mal werden auch in Dortmund wieder Privatquartiere zur Verfügung stehen (Schlafgelegenheiten bei privaten Gastgebenden, die keine kommerziellen Zimmeranbieter sind und Gäste aus Gastfreundschaft aufnehmen. In der Regel wird ein kleines Frühstück angeboten.)

Den Frühbucherrabatt für eine Dauerkarte (98 €) gibt es für alle, die sich bis zum 8. April 2019 angemeldet haben. Apropos Anmeldung: Diese ist möglich online unter

www.kirchentag.de/teilnehmen

Hier gibt es auch alle anderen Informationen rund um den Kirchentag. Wer Fragen hat zum Kirchentag kann sich aber auch gerne bei mir melden: OlafBurghardt@deutschekirche.org.uk, Telefon: 0161 8651335

Dann also: Auf bald in Dortmund! ‚Ker, watt freu ich mich!‘“

Übergemeindliches

Informationsveranstaltung zum Thema BREXIT in London

Monatlich findet im German YMCA in London (35 Craven Terrace, London W2 3EL) eine Brexit-Informationsveranstaltung statt, das nächste Mal am Freitag, 5.April 2019, sowohl um 14.00 Uhr, als auch um 18.00 Uhr. Dazu heisst es:

“The head of the Legal and Consular Department of the German Embassy, Minister Counsellor Hans Günter Löffler, and Mr. Christopher Desira, solicitor, Director Seraphus Law Firm, give the latest information on EU citizens’ rights in the UK after Brexit and answer questions.”

Für diese Veranstaltungen müssen online-Tickets (gratis) vorbestellt werden:

www.german-ymca.org.uk/org-mix-for-everyone.html

„Settled Status“ beantragen: Brauchen Sie Hilfe – oder können Sie helfen?

Sollte Großbritannien tatsächlich aus der EU ausscheiden, wird es voraussichtlich für alle hier lebenden EU Bürger, also auch alle Deutschen, nötig sein, einen „settled status“ zu beantragen – sofern sie weder die britische Staatsangehörigkeit noch „indefinite leave to remain“ haben. Das Antragsverfahren hierzu wurde zwar stark vereinfacht, aber es mag dem einen oder der anderen immer noch kompliziert genug vorkommen. Wenn es Ihnen auch so geht und Sie hier Unterstützung gut gebrauchen können, melden Sie sich bitte im Gemeindebüro.

Wenn Sie, auf der anderen Seite, bereit und in der Lage sind, anderen dabei zu helfen, weil sie vielleicht schon eigene Erfahrungen mit der Beantragung gemacht haben, melden Sie sich bitte auch. Vielen Dank!

Wir sind für Sie da!

Europawahlen am 26. Mai 2019

Vom 23. bis 26. Mai 2019 finden in allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union Wahlen zum Europäischen Parlament statt. Wir ermutigen und bitten Sie und Euch, bei diesen Europawahlen teilzunehmen, gerade in diesen Krisenzeiten für Europa und angesichts der gewaltigen Herausforderungen, die alle Länder Europas und darüber hinaus nur gemeinsam bewältigen können: Klimawandel, Flüchtlingskrise, zunehmende soziale Spaltungen.

Die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE, ehm. Leuenberger Kirchengemeinschaft) ruft dazu auf, „den Lebensraum Europa im Sinne des eingeschlagenen Weges der Versöhnung und des friedlichen Miteinanders aktiv zu gestalten.“ Mit Blick auf die Kirchen macht sie deutlich: „Die meisten Kirchen in der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa sind Minderheitskirchen, leben die Erfahrung der Diaspora. Sie sind sensibel gegenüber angeblichen Mehrheitsmeinungen und -überzeugungen. Sie brauchen für die Entfaltung des eigenen Glaubens einen Raum, der Unterschiedlichkeit und Vielfalt zulässt. Deshalb gilt für den politischen Raum: Gerade die Demokratie mit ihren Wahlen stellt sicher, dass Minderheiten Gehör und einen Platz im Raum politischer Diskussion und Entscheidung finden. Die Wahlen zum Europäischen Parlament stellen sicher, dass sich in Europa die Vielfalt weiter entfalten kann, Stimme hat und zugleich die Einheit und die Versöhnung mitgestaltet.“

Wenn wir unser Wahlrecht ausüben, das Herzstück der Demokratie, können wir den Kurs Europas für die nächsten 5 Jahre mitbestimmen. Auch wenn das nur winzig klein erscheinen mag: unsere Stimme ist genau so viel wert und wichtig wie jede andere, egal wie viel Geld oder Macht jemand hat. Jede Stimme zählt und hat Wirkung.

Deutsche, die hierzulande leben, können ihr Wahlrecht in der Bundesrepublik ausüben – unabhängig davon, wie sich das Brexitchaos entwickelt. Dazu müssen sie ins Wählerverzeichnis eingetragen sein, wozu es eines Antrags bedarf – zu finden unter: www.bundeswahlleiter.de

Gern sind wir Ihnen behilflich, das Antragsformular auszudrucken. Bitte melden Sie sich dazu im Pfarramt.

Bericht aus dem Kirchenvorstand und der Synode

Bei der jährlichen Klausurtagung des Kirchenvorstandes im Bishop Woodford Haus in Ely standen neben dem Haushaltsabschluss 2018 und dem Budget für 2019 natürlich auch die Jahresplanung für das bereits begonnene Jahr 2019 auf der Tagesordnung. Nach der Mitteilung, dass Familie Fischer voraussichtlich zum Juli 2019 wieder zurück nach Deutschland gehen werde, stand natürlich die Frage von ihrer Nachfolge im Mittelpunkt. Der Kirchenvorstand hat bereits mit dem Außenamt der EKD Verbindung aufgenommen, um die notwendigen Schritte einzuleiten. Wir sind zuversichtlich, dass die Gemeinde diese Situation gut meistern wird, allerdings ist es jetzt noch wichtiger, dass sich Gemeindemitglieder aktiv in das Gemeindeleben einbringen.

Ende März findet die diesjährige Synodalversammlung in London statt. Der thematische Teil steht unter dem Motto „Anteil an geistlichen Gütern” – “Dienst mit irdischen Gütern“ (Römer 15,27). Wie gelingt uns Solidarität in Gemeinde und Kirche? Neben einem Vortrag zum Thema werden die Synodalen in Gruppen an diesem wichtigen Thema arbeiten. Bei der Geschäftssitzung gibt es 2 Schwerpunkte. Zum einen geht es um die Finanzen. Zwar ist der Schatzmeisters der Synode aus persönlichen Gründen zurückgetreten, aber der Jahresabschluss 2018 und der Haushalt 2019 liegen zur Abstimmung vor. Nach der Versammlung wird es darum gehen, einen neuen Schatzmeister zu finden. Zum anderen muss die weitere Planung der Versorgung der Pfarramtsbereiche, besonders im PAB Süd- und Westengland und Wales besprochen werden, nachdem die EKD letztes Jahr die Neubesetzung ablehnte. Nach langen Verhandlungen wird dort als Übergang ein sogenannter Ruhestandspfarrer für 10 Monate die seelsorgliche Betreuung übernehmen. Parallel dazu wird die Synode die Stelle selbst ausschreiben, allerdings ohne die Gemeinde Bristol/Bath, die zum 31. August 2019 ihren Rückzug aus der synodalen Gemeinschaft erklärt hat. Im Moment ist schwer abzusehen, welche Konsequenzen dies auf den PAB hat.

Verstärkung fürs Prädikantinnenteam

Verstärkung fürs Prädikantinnenteam:

In den kommenden Monaten bekommt unser Prädikant*innenteam gleich doppelte Verstärkung. Kerstin Wolf und Andreas Emerson-Möhring haben den Ausbildungskurs der Synode vollendet und auch schon eigene Gottesdiensteinsätze in unserer Gemeinde, in Cambridge und Norwich, absolviert. Die Ausbildung schließt mit einem Kolloquium, einem Nachgespräch zu einem komplett selbst gestalteten und gehaltenen Gottesdienst mit Vertretern aus Synode und unserer Gemeinde. Andreas wird seinen Abschlussgottesdienst am 4. Mai in Norwich halten, und dann im folgenden Monat, am 1. Juni, einen Predigtauftrag bekommen und dazu gesegnet werden.

Kerstin wird ihren Gottesdienst am 28. April in Cambridge halten und am 19. Mai in ihr Prädikantenamt eingeführt werden.

Herzliche Einladung zu diesen besonderen Gottesdiensten!

Events/ Veranstaltungen

Einladung zu den Osterveranstaltungen

Wir freuen uns auf die Gottesdienste zu Ostern!

Wir laden ein am Karfreitag, 18. April, um 10 Uhr zum ökumenischen Gottesdienst in der Zion Baptist Church (East Rd, Cambridge CB1 1BD) in Cambridge. Predigen wird Nigel Uden, Minister der Downing Place URC. Anschliessend werden wir uns wieder zum “Act of Witness” auf dem Market Square treffen, um 11.15 Uhr.

Im Anschluss geben auch wir 11.30h unser Zeugnis beim act of witness unter dem Kreuz auf dem Market Square. Bitte kommen Sie dazu und zeigen damit, wie wir alle zusammen zum Leib Christi gehören.

Abends feiern wir um 18h eine Andacht zur Sterbestunde im Gemeindehaus Cambridge und hören die Passionsgeschichte.

Die Osternacht mit anschließendem Auferstehungsfeuer feiern wir am Karsamstagabend ab 21h im Gemeindehaus und Garten.

Am Ostersonntag feiern wir um 10.30 Uhr einen Festgottesdienst zur Auferstehung des Herrn. Im Anschluss Ostereier-Suche und Osterbrunch! DANKE für alle Beiträge zum Buffet.

Film AB! KINOabend für Jugendliche

Am Freitag, den 26. April laden wir alle Kinder und Jugendlichen ab 10 Jahren zu einem Filmabend ins Gemeindehaus ein. Wir werden zusammen einen deutschsprachigen Film sehen – lasst Euch überraschen!

Wir treffen uns um 18.30 Uhr zum gemeinsamen Essen und starten gegen 19.15 Uhr mit dem Film. Anschliessend wollen wir uns darüber austauschen. Gegen 21.30 Uhr machen wir dann Feierabend!

“Der Astronom und die Hexe“ – Buchvorstellung und Lesung mit Autorin Ulinka Rublack.

Am Freitag, 17. Mai 2019 um 19.30 Uhr laden wir herzlich ein zu einem Abend mit Ulinka Rublack, der spannend zu werden verspricht. Ihr Buch, das zuerst 2015 unter dem Titel  “The Astronomer and the witch. Johannes Kepler’s fight for his mother” erschien, ist seit dem letzten Jahr auch in deutscher Sprache zu lesen. Wir freuen uns, dass wir die Autorin bei uns haben werden, um ihr beim Lesen zuzuhören und mit ihr ins Gespräch zu kommen.

Der Wissenschaftler Johannes Kepler (1571- 1630) wurde vor allem als Entdecker der ellipsenförmigen Umlaufbahnen der Planeten berühmt. So gilt er als einer der Mitbegründer der modernen Wissenschaften. Kepler war nicht nur Mathematiker, Astronom und Optiker, sondern gleichzeitig durch und durch Philosoph und evangelischer Theologe. Über den schwäbischen Genius aber gibt es noch viel mehr Erstaunliches zu erzählen. Er lebte und wirkte in einer spannungsreichen Zeit:  Während die lutherische Welt die ersten hundert Jahre seit der Reformation feierte, spitzte sich politisch eine Situation zu, die in den Dreissigjährigen Krieg führen sollte.  Es war eine Zeit des Umbruchs in Deutschland:  Volksglaube und Wissenschaft existierten nebeneinander her. Während  der Weg in die vernunftgeleitete Moderne gebahnt wurde, wüteten – auch in lutherischen Gemeinden  – noch die Hexenverfolgungen.

In Ihrem Buch beleuchtet Ulinka auf einfühlsame und historisch detaillierte Weise eine den meisten bisher unbekannte Episode in Keplers Leben: Im Jahr 1615 wurde seine verwitwete Mutter der Hexerei bezichtigt und angeklagt. Kepler war gerade auf dem Höhepunkt seiner Karriere, als er die Verteidigung seiner Mutter vor Gericht übernahm und mit aller Kraft für ihre Freisprechung kämpfte.

Die Historikerin Lyndal Roper empfiehlt die Lektüre mit den Worten: “Dieses Buch entführt uns mitten in die Lebenswirklichkeit des 17.Jahrhunderts, mit all seinem Gespür für intellektuelle Möglichkeiten, seinen Träumen und Ängsten. (…) In packender Prosa präsentiert Rublack eine vollkommen neue Darstellung des wissenschaftlichen Denkens und seiner Beziehung zu natürlicher Erkenntnis am Anbruch einer neuen Ära. Das fesselndste Buch, das ich seit langem gelesen habe.”

HERZLICHE EINLADUNG!  Der Eintritt ist frei, wir danken für jede Spende!

Termine im Sommer: Abschied gestalten

Mit einem weinenden und einem lachenden Auge sehen wir neuen Tatsachen ins Auge: Es war immer klar, dass wir einmal wieder nach Deutschland zurück kehren, nur nicht wann. Nun hat es sich ergeben, dass wir schon diesen Sommer diesen Schritt gehen werden und im Juli wieder nach Deutschland umziehen. Oliver wurde auf eine Stelle als Studienleiter im Predigerseminar gewählt und wird dort Vikare und Pfarrer in den ersten Dienstjahren mit ausbilden. Noch ist es etwas früh für endgültiges Abschied nehmen, wir sind ja noch ein Vierteljahr zusammen – allerdings werden sich einige geplante Termine für das Sommerhalbjahr verändern:

Die Gemeindeversammlung (AGM) findet am 19. Mai statt, um 10.30 Uhr in Cambridge.

Die Gemeindeversammlung ist die höchste Instanz unserer Gemeinde. Sie findet einmal im Jahr statt und bietet eine gute Möglichkeit, sich über den aktuellen Stand des Lebens in unserer Gemeinde zu informieren und mit zu entscheiden. Jedes Gemeindemitglied hat Mitsprache- und Abstimmungsrecht.

Als Tagesordnung wird vorgeschlagen:

  1. Feststellung der Anwesenheit.
  2. Feststellung der Tagesordnung
  3. Protokoll der Gemeindeversammlung 2018
  4. Bericht und Entlastung der Schatzmeisterin
  5. Bericht und Entlastung des Kassenprüfers
  6. Wahl des/der Kassenprüfers/in für die Jahresabrechnung 2019
  7. Arbeitsbericht der Pfarrer*in
  8. Kurzbericht von der Synode
  9. Bericht der Trustees
  10. Verschiedenes

Bitte kommen Sie und machen von Ihrem Mitspracherecht Gebrauch. Erst mit 25 anwesenden Mitgliedern ist die Gemeindeversammlung stimmberechtigt.

Sie sind hiermit herzlich eingeladen!

Das Sommerfest feiern wir dieses Jahr als Pfingstfest, am 9. Juni ab 14 (!) Uhr. Wir freuen uns, dass wir dabei auch eine Taufe feiern können – das hoffnungsvolle Zeichen für den Beginn unseres Lebensweges mit Gott, auf dem wir nie verlassen sind, ganz gleich was passiert. Wir werden immer begleitet. Das wird uns hoffentlich einen tröstlichen und ermutigenden Grundton setzen, wenn wir dann als Pfarrer der Gemeinde verabschiedet werden.

In guter Tradition werden wir einen open-air-Gottesdienst im schönen Pfarrgarten feiern, gefolgt von Kaffee und Kuchen. Damit es auch Teilnehmenden aus anderen Kirchen möglich ist mitzufeiern, werden wir erst am Nachmittag um 14 Uhr starten.

Herzliche Einladung dazu – und wie immer die herzliche Bitte, einen Kuchen für die legendäre Kuchentafel beizusteuern. Aus Essex wie auch aus anderen Orten kann wieder ein Bus organisiert werden. Bitte bei Interesse bis zum 19. Mai im Pfarramt melden. Vielen Dank!  

Das Gemeindewochenende in Hothorpe Hall ist für den 14.-16. Juni geplant. Durch die besondere Situation der dann kurz bevorstehenden Übergabe des Pfarramtes und unseres Umzugs werden wir bei der Gestaltung des Wochenendes besonders auf Mithilfe angewiesen sein, z.B. durch die Übernahme von Andachten und kleineren thematischen Einheiten. Bitte auch beiliegende Einladung beachten. Anmeldungen bitte bis zum 12. Mai an Ursula Bissell: ursula_bissell@mac.com.

ANgedacht

„You are in our prayers.”  So klingt für mich der cantus firmus, mit dem mich meine Grosseltern durch die Kindheit begleiteten. Das taten sie – obwohl sie tausende Kilometer weit weg wohnten. Obwohl die Besuche zwischen Deutschland und den USA gezählt waren. Ich erinnere mich an ihre liebevolle Präsenz und ihr Interesse an uns, wenn sie da waren. Sie schafften es auch, Nähe zu vermitteln, wenn sie nicht da waren. Und sie wussten unsere Abschiede so zu gestalten, dass man getrost weitergehen konnte. Obwohl sie ihren Schmerz über eine weitere Trennung nie versteckt haben, uns ihre Tränen haben sehen lassen. Leicht war das nicht. 

Aber es gab etwas Entscheidendes. Jedes Mal haben sie uns dieses Wort mit gegeben. Wieder und wieder durfte ich hören oder in einem Brief lesen:  “You are in our prayers.”  Darauf konnte man sich verlassen. Ich wusste: egal, wo ich gerade bin, sie denken an mich. Jemand betet für mich. Die Entfernung kann dem nichts anhaben. Wir sind verbunden.

Bis heute ist diese Verbundenheit in mir lebendig, obwohl meine Grosseltern schon vor vielen Jahren gestorben sind.  Wir sind verbunden mit Gott und miteinander – in unserem Miteinander ist Gott und wir in ihm. Darauf vertraue ich bis heute. Das hilft mir. Besonders wenn es um Abschiedserfahrungen geht, die schwieriger sind, als die in Monaten oder Entfernungen zu messenden. Wenn ich liebgewonnene Vorstellungen oder Wünsche fahren lassen muss. Wenn ich kein Land mehr sehe, weil in mir eine Welt erschüttert ist. Wenn ich nicht weiss, wie ich den Weg finde heraus aus meiner Enttäuschung oder Zerrissenheit. 

Es macht einen Unterschied, wenn ich dann weiss: da denkt jemand an mich. Es verändert etwas, wenn ich höre: Jemand betet für mich. Ich bin nicht allein. Mit dem Gefühl von Verbundensein kann ich anders leben. Kann ich mich tiefer freuen, kann ich Zumutungen besser verkraften. Miteinander Verbundensein ist wie ein Stück Heimat – auch im Gebet.

Wir gehen auf Ostern zu. Von neuem schauen wir uns den Weg Jesu an: seine Erfahrungen von Fülle und seine Erfahrungen von Trennung und Schmerz. Seine tiefe Verbundenheit mit Gott, in seinem Leben und Sterben. Wir können erkennen, was für ein Geschenk und was für eine grosse Aufgabe darin liegt für unser Leben und unser Miteinander.

“Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.”

Es sind die allerletzten Worte, die der auferstandene Jesus im Matthäusevangelium seinen Jüngern mitgibt. Von nun an müssen sie ohne Jesus weitergehen.  Und sie sollen weitergehen, mit ihrem Glauben und mit allem Zweifel, der dazugehört: In aller Welt sollen sie Menschen gewinnen für die Botschaft Jesu Christi und sie taufen auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Jesus nachzufolgen, das ist eine Aufgabe mit einem grossen Anspruch. Aber nicht ohne das letzte Wort, nicht ohne den entscheidenden Zuspruch Jesu: Ich bin bei euch allezeit.

Von dieser Verbundenheit können auch wir leben. Und anderen weitergeben. Er ist uns verbunden, auch im Getrenntsein. Sogar im grössten Abschied sind wir gehalten und bleiben verbunden. Sagen wir das weiter. Es macht einen Unterschied.    

Für die Wochen der Passions- und Osterzeit wünsche ich Gottes Kraft und Segen und verbleibe mit herzlichen Grüssen,

Ihre und Eure Pfarrerin Susanne Fischer-Kremer.

Angedacht

Gott hat alles schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in der Menschen Herz gelegt, nur dass der Mensch nicht ergründen kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende.

Prediger 3,11 (Monatsspruch für September 2018).

Liebe Leserinnen und Leser,

das schönste Souvenir aus dem Sommerurlaub trage ich in mir. Wenn meine Gedanken aus dem Alltag abschweifen, entsteht vor meinem inneren  Auge eine Landschaft: knallblauer Himmel, riesige Berge, grüne Wiesen, tiefe Schluchten, kristallklares Wasser im Sonnenlicht. Und nachts ein so klares, tiefes und weites Firmament mit dem Licht des Mondes, dem roten Leuchten des Mars und unzähligen Sternen… . Ich staune, auch noch in der Erinnerung.

“Herr, wie sind deine Werke so groß und viel! Du hast sie alle weise geordnet und die Erde ist voll deiner Güter” (Psalm 104,24)

Wie herrlich, wie unglaublich schön kann die Welt sein! Wie gern würde ich das wirklich fassen können – die Schönheit und das Leben und Gott, den Schöpfer des Himmels und der Erden… . In solchen Momenten wird in mir eine Sehnsucht wach und auch ein Schmerz: ein Suchen über die Vergänglichkeit und die Zerbrechlichkeit unseres Lebens hinaus – nach Heilsein, nach Lebendigkeit, nach Liebe und Fülle. Nach Einssein, jenseits aller Gebrochenheit in der Welt und in mir selbst.

Gott hat uns die Ewigkeit ins Herz gelegt, sagt der Prediger. Dieses Sehnen über alles Zeitliche, über alles Sichtbare und Vergängliche hinaus, das macht uns als Menschen aus. Die Schönheit erinnert uns auch an unsere Begrenztheit. Wir möchten so gern darüber hinaus: verstehen und erforschen, was das Ganze ist. Wir wollen wissen, woher alles kommt und wohin alles geht.  So sind wir Menschen: immer suchend, immer unterwegs.

Gott aber bleibt für uns unergründlich. “Wie schwer sind für mich, Gott, deine Gedanken! Wie ist ihre Summe so gross!“ (Psalm 139,17). Unergründlich sind auch wir selbst. Wir leben in der unruhigen Spannung zwischen Sehen und doch nicht Fassen können, zwischen Jetzt und Noch Nicht, zwischen Vergänglichkeit und Ewigkeit. Den Prediger bringt das zu dieser Weisheit: Der Mensch kommt erst dann in seinem Leben wirklich an, wenn er seine Grenzen anerkennt, wenn er seinen Platz akzeptiert – dass er Mensch ist und eben nicht Gott. Wenn er begreift, dass ihm seine Zeit geschenkt ist und er sie selber nicht in seiner Hand hält. Wenn er Anfang und Ende los lässt und sich mit der Mitte begnügt. Dann kann Vertrauen wachsen zu dem, der beides in seiner Hand hält: Zeit und Ewigkeit. Dann kann der Mensch ganz da sein und seine Zeit als Geschenk empfangen.

Jetzt und hier ist unsere Zeit zu leben. Wir dürfen unser Leben gestalten und alles Schöne geniessen. Und in Beidem, im Gestalten und im Genießen, kann auch ein bisschen “Ewigkeit” geschehen. In Beidem können wir Menschen uns mit dem ewigen Gott verbinden: Wenn wir diese Welt mit gestalten, wenn wir verantwortungsvoll mit der Schöpfung umgehen und uns allen Geschöpfen liebevoll zuwenden, haben wir Teil an Gottes Werk und Gottes Liebe. Wir lieben mit Gott mit und Gott liebt durch uns. Und auch wenn wir genießen, verbinden wir uns mit Gott. Indem wir unser Leben mit allen geschenkten Möglichkeiten aus Gottes Hand annehmen – dankbar für die Menschen, die uns durchs Leben begleiten, uns unterstützen, uns lieben, dankbar für die guten Dinge im Leben.

Sogar die Erschütterungen und Krisen können Zeiten sein, in denen etwas von Gottes Ewigkeit bei uns einbricht, auch wenn es sich erst einmal gar nicht so anfühlt. Seit Jesus Christus gestorben und auferstanden ist, wissen wir: Gerade hier ist Gott mit uns. Er leidet mit uns und auch wir leiden mit Gott mit. Da ist eine Hoffnung für jede aussichtslose Situation. Auch diese Hoffnung bedeutet Ewigkeit in unserer Zeit. Nicht als ein billiger Trost, sondern als Kraft für Veränderung.

Die Ewigkeit, die wir suchen – wir finden sie nicht am Anfang oder am Ende aller Dinge. Wir können sie nur mitten im Leben finden, weil der, der Zeit und Ewigkeit in seiner Hand hält, alles in seiner Hand hält, auch uns.

Für die kommenden Wochen auf dem Weg bis hin zum Ewigkeitssonntag wünsche ich Ihnen und Euch Momente voller Schönheit und Gottes reichen Segen,

Ihre und Eure

Susanne Fischer-Kremer

 

Die Seele nährt sich von dem, woran sie sich freut.

(Augustinus)

 

Monatssprüche

Oktober

Herr, all mein Sehnen liegt offen vor dir,

mein Seufzen war dir nicht verborgen.

Psalm 38,10

 

November

Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem,

von Gott aus dem Himmel herabkommen,

bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann.

Offenbarung 21,2

 

Willkommen

Sie sind jederzeit herzlich in unserer Kirchengemeinde willkommen. Schön, wenn Sie bei uns etwas Heimat in der Fremde finden!

Wenn Sie Mitglied werden möchten, brauchen Sie das nur zu erklären. Ein Formular und weitere Informationen schicken wir ihnen gern per Post zu, sind aber auch auf unserer homepage zu finden: www.german-church.org/cambridge

Als Mitglied haben Sie Anspruch auf Amtshandlungen sowie aktives und passives Wahlrecht – und sind bereit, die Gemeinde zu unterstützen. Da wir hierzulande keinerlei Kirchensteuermittel erhalten, ist unsere Gemeinde komplett auf Spenden und Mitgliedsbeiträge angewiesen. Wenn z.B. jedes Mitglied monatlich £25 geben würde, wäre unser Jahreshaushalt ausgeglichen. Vielen Dank, wenn Sie uns in diesen herausfordernden Zeiten unterstützen!

immer aktuell

Wenn Sie etwas auf dem Herzen haben und das einmal jemandem erzählen möchten, hören wir Ihnen gerne zu. Dazu kommen wir Sie auch besuchen, wenn Sie das wünschen. Bitte melden Sie sich bei uns.

Für Amtshandlungen (Taufe, Konfirmation, Hochzeit) bitte im Pfarramt melden und einen Termin vereinbaren. Selbstverständlich sind wir auch in Trauerfällen für Sie da.

Sie sind herzlich willkommen, auch selber mitzuarbeiten in der Gemeinde – zum Beispiel beim Kindergottesdienst, beim Küsterdienst, bei der Vorbereitung und Durchführung von Festen. Einfach im Pfarramt anrufen oder mailen.

Vielen Dank!

Ihre

Pfarrerin Susanne Fischer-Kremer und Pfarrer Oliver Fischer        

 

Fahrtkosten werden erstattet

Sie möchten gern an einer Veranstaltung teilnehmen, können aber nicht aus eigenen Mitteln hinkommen und ein Taxi wär einfach zu teuer? Für diesen Fall ist vorgesorgt: es gibt einen Geldfonds, den seinerzeit Kaiser Wilhelm II. gestiftet hatte, zur Förderung der Seelsorge. Nur für diesen Zweck kann das Geld ausgegeben werden, also scheuen Sie sich bitte nicht, dies in Anspruch zu nehmen!