Tag Archives: Homepage Tag

Events/ Veranstaltungen

Einladung zu den Osterveranstaltungen

Wir freuen uns auf die Gottesdienste zu Ostern!

Wir laden ein am Karfreitag, 18. April, um 10 Uhr zum ökumenischen Gottesdienst in der Zion Baptist Church (East Rd, Cambridge CB1 1BD) in Cambridge. Predigen wird Nigel Uden, Minister der Downing Place URC. Anschliessend werden wir uns wieder zum “Act of Witness” auf dem Market Square treffen, um 11.15 Uhr.

Im Anschluss geben auch wir 11.30h unser Zeugnis beim act of witness unter dem Kreuz auf dem Market Square. Bitte kommen Sie dazu und zeigen damit, wie wir alle zusammen zum Leib Christi gehören.

Abends feiern wir um 18h eine Andacht zur Sterbestunde im Gemeindehaus Cambridge und hören die Passionsgeschichte.

Die Osternacht mit anschließendem Auferstehungsfeuer feiern wir am Karsamstagabend ab 21h im Gemeindehaus und Garten.

Am Ostersonntag feiern wir um 10.30 Uhr einen Festgottesdienst zur Auferstehung des Herrn. Im Anschluss Ostereier-Suche und Osterbrunch! DANKE für alle Beiträge zum Buffet.

Film AB! KINOabend für Jugendliche

Am Freitag, den 26. April laden wir alle Kinder und Jugendlichen ab 10 Jahren zu einem Filmabend ins Gemeindehaus ein. Wir werden zusammen einen deutschsprachigen Film sehen – lasst Euch überraschen!

Wir treffen uns um 18.30 Uhr zum gemeinsamen Essen und starten gegen 19.15 Uhr mit dem Film. Anschliessend wollen wir uns darüber austauschen. Gegen 21.30 Uhr machen wir dann Feierabend!

“Der Astronom und die Hexe“ – Buchvorstellung und Lesung mit Autorin Ulinka Rublack.

Am Freitag, 17. Mai 2019 um 19.30 Uhr laden wir herzlich ein zu einem Abend mit Ulinka Rublack, der spannend zu werden verspricht. Ihr Buch, das zuerst 2015 unter dem Titel  “The Astronomer and the witch. Johannes Kepler’s fight for his mother” erschien, ist seit dem letzten Jahr auch in deutscher Sprache zu lesen. Wir freuen uns, dass wir die Autorin bei uns haben werden, um ihr beim Lesen zuzuhören und mit ihr ins Gespräch zu kommen.

Der Wissenschaftler Johannes Kepler (1571- 1630) wurde vor allem als Entdecker der ellipsenförmigen Umlaufbahnen der Planeten berühmt. So gilt er als einer der Mitbegründer der modernen Wissenschaften. Kepler war nicht nur Mathematiker, Astronom und Optiker, sondern gleichzeitig durch und durch Philosoph und evangelischer Theologe. Über den schwäbischen Genius aber gibt es noch viel mehr Erstaunliches zu erzählen. Er lebte und wirkte in einer spannungsreichen Zeit:  Während die lutherische Welt die ersten hundert Jahre seit der Reformation feierte, spitzte sich politisch eine Situation zu, die in den Dreissigjährigen Krieg führen sollte.  Es war eine Zeit des Umbruchs in Deutschland:  Volksglaube und Wissenschaft existierten nebeneinander her. Während  der Weg in die vernunftgeleitete Moderne gebahnt wurde, wüteten – auch in lutherischen Gemeinden  – noch die Hexenverfolgungen.

In Ihrem Buch beleuchtet Ulinka auf einfühlsame und historisch detaillierte Weise eine den meisten bisher unbekannte Episode in Keplers Leben: Im Jahr 1615 wurde seine verwitwete Mutter der Hexerei bezichtigt und angeklagt. Kepler war gerade auf dem Höhepunkt seiner Karriere, als er die Verteidigung seiner Mutter vor Gericht übernahm und mit aller Kraft für ihre Freisprechung kämpfte.

Die Historikerin Lyndal Roper empfiehlt die Lektüre mit den Worten: “Dieses Buch entführt uns mitten in die Lebenswirklichkeit des 17.Jahrhunderts, mit all seinem Gespür für intellektuelle Möglichkeiten, seinen Träumen und Ängsten. (…) In packender Prosa präsentiert Rublack eine vollkommen neue Darstellung des wissenschaftlichen Denkens und seiner Beziehung zu natürlicher Erkenntnis am Anbruch einer neuen Ära. Das fesselndste Buch, das ich seit langem gelesen habe.”

HERZLICHE EINLADUNG!  Der Eintritt ist frei, wir danken für jede Spende!

Termine im Sommer: Abschied gestalten

Mit einem weinenden und einem lachenden Auge sehen wir neuen Tatsachen ins Auge: Es war immer klar, dass wir einmal wieder nach Deutschland zurück kehren, nur nicht wann. Nun hat es sich ergeben, dass wir schon diesen Sommer diesen Schritt gehen werden und im Juli wieder nach Deutschland umziehen. Oliver wurde auf eine Stelle als Studienleiter im Predigerseminar gewählt und wird dort Vikare und Pfarrer in den ersten Dienstjahren mit ausbilden. Noch ist es etwas früh für endgültiges Abschied nehmen, wir sind ja noch ein Vierteljahr zusammen – allerdings werden sich einige geplante Termine für das Sommerhalbjahr verändern:

Die Gemeindeversammlung (AGM) findet am 19. Mai statt, um 10.30 Uhr in Cambridge.

Die Gemeindeversammlung ist die höchste Instanz unserer Gemeinde. Sie findet einmal im Jahr statt und bietet eine gute Möglichkeit, sich über den aktuellen Stand des Lebens in unserer Gemeinde zu informieren und mit zu entscheiden. Jedes Gemeindemitglied hat Mitsprache- und Abstimmungsrecht.

Als Tagesordnung wird vorgeschlagen:

  1. Feststellung der Anwesenheit.
  2. Feststellung der Tagesordnung
  3. Protokoll der Gemeindeversammlung 2018
  4. Bericht und Entlastung der Schatzmeisterin
  5. Bericht und Entlastung des Kassenprüfers
  6. Wahl des/der Kassenprüfers/in für die Jahresabrechnung 2019
  7. Arbeitsbericht der Pfarrer*in
  8. Kurzbericht von der Synode
  9. Bericht der Trustees
  10. Verschiedenes

Bitte kommen Sie und machen von Ihrem Mitspracherecht Gebrauch. Erst mit 25 anwesenden Mitgliedern ist die Gemeindeversammlung stimmberechtigt.

Sie sind hiermit herzlich eingeladen!

Das Sommerfest feiern wir dieses Jahr als Pfingstfest, am 9. Juni ab 14 (!) Uhr. Wir freuen uns, dass wir dabei auch eine Taufe feiern können – das hoffnungsvolle Zeichen für den Beginn unseres Lebensweges mit Gott, auf dem wir nie verlassen sind, ganz gleich was passiert. Wir werden immer begleitet. Das wird uns hoffentlich einen tröstlichen und ermutigenden Grundton setzen, wenn wir dann als Pfarrer der Gemeinde verabschiedet werden.

In guter Tradition werden wir einen open-air-Gottesdienst im schönen Pfarrgarten feiern, gefolgt von Kaffee und Kuchen. Damit es auch Teilnehmenden aus anderen Kirchen möglich ist mitzufeiern, werden wir erst am Nachmittag um 14 Uhr starten.

Herzliche Einladung dazu – und wie immer die herzliche Bitte, einen Kuchen für die legendäre Kuchentafel beizusteuern. Aus Essex wie auch aus anderen Orten kann wieder ein Bus organisiert werden. Bitte bei Interesse bis zum 19. Mai im Pfarramt melden. Vielen Dank!  

Das Gemeindewochenende in Hothorpe Hall ist für den 14.-16. Juni geplant. Durch die besondere Situation der dann kurz bevorstehenden Übergabe des Pfarramtes und unseres Umzugs werden wir bei der Gestaltung des Wochenendes besonders auf Mithilfe angewiesen sein, z.B. durch die Übernahme von Andachten und kleineren thematischen Einheiten. Bitte auch beiliegende Einladung beachten. Anmeldungen bitte bis zum 12. Mai an Ursula Bissell: ursula_bissell@mac.com.

ANgedacht

„You are in our prayers.”  So klingt für mich der cantus firmus, mit dem mich meine Grosseltern durch die Kindheit begleiteten. Das taten sie – obwohl sie tausende Kilometer weit weg wohnten. Obwohl die Besuche zwischen Deutschland und den USA gezählt waren. Ich erinnere mich an ihre liebevolle Präsenz und ihr Interesse an uns, wenn sie da waren. Sie schafften es auch, Nähe zu vermitteln, wenn sie nicht da waren. Und sie wussten unsere Abschiede so zu gestalten, dass man getrost weitergehen konnte. Obwohl sie ihren Schmerz über eine weitere Trennung nie versteckt haben, uns ihre Tränen haben sehen lassen. Leicht war das nicht. 

Aber es gab etwas Entscheidendes. Jedes Mal haben sie uns dieses Wort mit gegeben. Wieder und wieder durfte ich hören oder in einem Brief lesen:  “You are in our prayers.”  Darauf konnte man sich verlassen. Ich wusste: egal, wo ich gerade bin, sie denken an mich. Jemand betet für mich. Die Entfernung kann dem nichts anhaben. Wir sind verbunden.

Bis heute ist diese Verbundenheit in mir lebendig, obwohl meine Grosseltern schon vor vielen Jahren gestorben sind.  Wir sind verbunden mit Gott und miteinander – in unserem Miteinander ist Gott und wir in ihm. Darauf vertraue ich bis heute. Das hilft mir. Besonders wenn es um Abschiedserfahrungen geht, die schwieriger sind, als die in Monaten oder Entfernungen zu messenden. Wenn ich liebgewonnene Vorstellungen oder Wünsche fahren lassen muss. Wenn ich kein Land mehr sehe, weil in mir eine Welt erschüttert ist. Wenn ich nicht weiss, wie ich den Weg finde heraus aus meiner Enttäuschung oder Zerrissenheit. 

Es macht einen Unterschied, wenn ich dann weiss: da denkt jemand an mich. Es verändert etwas, wenn ich höre: Jemand betet für mich. Ich bin nicht allein. Mit dem Gefühl von Verbundensein kann ich anders leben. Kann ich mich tiefer freuen, kann ich Zumutungen besser verkraften. Miteinander Verbundensein ist wie ein Stück Heimat – auch im Gebet.

Wir gehen auf Ostern zu. Von neuem schauen wir uns den Weg Jesu an: seine Erfahrungen von Fülle und seine Erfahrungen von Trennung und Schmerz. Seine tiefe Verbundenheit mit Gott, in seinem Leben und Sterben. Wir können erkennen, was für ein Geschenk und was für eine grosse Aufgabe darin liegt für unser Leben und unser Miteinander.

“Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.”

Es sind die allerletzten Worte, die der auferstandene Jesus im Matthäusevangelium seinen Jüngern mitgibt. Von nun an müssen sie ohne Jesus weitergehen.  Und sie sollen weitergehen, mit ihrem Glauben und mit allem Zweifel, der dazugehört: In aller Welt sollen sie Menschen gewinnen für die Botschaft Jesu Christi und sie taufen auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Jesus nachzufolgen, das ist eine Aufgabe mit einem grossen Anspruch. Aber nicht ohne das letzte Wort, nicht ohne den entscheidenden Zuspruch Jesu: Ich bin bei euch allezeit.

Von dieser Verbundenheit können auch wir leben. Und anderen weitergeben. Er ist uns verbunden, auch im Getrenntsein. Sogar im grössten Abschied sind wir gehalten und bleiben verbunden. Sagen wir das weiter. Es macht einen Unterschied.    

Für die Wochen der Passions- und Osterzeit wünsche ich Gottes Kraft und Segen und verbleibe mit herzlichen Grüssen,

Ihre und Eure Pfarrerin Susanne Fischer-Kremer.